Kurzer Ausblick zu unseren südlichen und östlichen Nachbarländern

Hamburg

www.zeitgeschichte-hamburg.de

Die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg hatte jahrzehntelang den Schwerpunkt „Weimarer Republik" und „Nationalsozialismus" und wendete sich erst in jüngerer Zeit anderen Abschnitten der (Stadt-) Geschichte zu. Die Homepage enthält u.a Informationen zu Forschungsschwerpunkten, eigenen Publikationen und Veranstaltungen sowie eine Linksammlung zu Hamburg, die zwar nicht vollständig, aber gut gegliedert ist.

 

www.politisch-verfolgte.de


Auf diesen Seiten befinden sich biografische und thematische Einträge zur Widerstands- und Verfolgungsgeschichte in Hamburg, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung durch Studierende erstellt worden sind. Das Projekt "Multimedia-Personenlexikon: Politisch Verfolgte in Hamburg 1933-1945" wird von der Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte an der Universität Hamburg (Sozial- und Wirtschaftsgeschichte im Historischen Seminar, Leitung: Dr. Holger Martens) verantwortet und wurde bis zum 1. Juni 2005 durch Drittmittel finanziert.
Die Einträge sind von unterschiedlicher Qualität und fallen je nach benutzter Literatur bzw. Rückgriff auf Quellen stärker und schwächer aus. Angesichts der unbefriedigenden Forschungslage zur KPD in Hamburg und den „blinden Flecken" in der Literatur (Stichworte: Mythen, Heroisierung, unkritische Sichtweise zur KPD-Führung) braucht es bei manchen Beiträgen schon der Einordnung durch weiterführendes Wissen, um das Glossar bzw. die Biografien konstruktiv nutzen zu können.

Eine Weiterführung der lexikalischen Einträge bzw. eine Überarbeitung von schwächeren Beiträgen ist genauso wünschenswert wie eine Ausdehnung auf ganz Norddeutschland.

 

A history of Jews in Hamburg

Hinter dieser Seite mit dem Titel „A history of Jews" verbirgt sich eine Link-Liste mit dem Schwerpunkt Hamburg (aber auch darüber hinaus).

 

www.astrid-louven.de

Auf dieser Seite finden sich Informationen zur Jüdischen Gemeinde in Wandsbek, zu den dortigen Stolpersteinen und Allgemeines zur Stadtgeschichte in der Zeit vom Kaiserreich bis zum Nationalsozialismus. Wandsbek war bis 1937 Teil der Provinz Schleswig-Holstein und wurde im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes nach Hamburg eingemeindet. Astrid Louven ist vor Ort als Stadtführerin aktiv und engagiert sich für das Projekt Stolpersteine und die Vermittlung der Geschichte der Juden Wandsbeks.

 

Stolpersteine in Hamburg

Die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg zeigt mit dieser Website wieder einmal, das sie sich deutlich und im positiven von der gleichnamigen Institution in Schleswig-Holstein unterscheidet: Neben einer alphabetischen Liste der Opfer der Nationalsozialisten finden sich Hinweise zu Recherchemöglichkeiten und Quellenbeständen, die Termine der anvisierten Verlegungen, Ausführlichere Informationen zu einzelnen Biografien und vieles anderes. Zusammen mit den Vorstellungen von bisherigen Veröffentlichungen zum Thema und regionalen Schwerpunktsetzungen ist die Präsens der Hamburger Landeszentrale für das Thema NS-Zeit wieder einmal beispielhaft für andere Aktive im norddeutschen Raum.

 

Stolpersteine für homosexuelle NS-Opfer

Auf Initiative von Ulf Bollmann (Hamburger Staatsarchiv) und Bernhard Rosenkranz, Mitautor des Buches "Hamburg auf anderen Wegen. Die Geschichte des schwulen Lebens in der Hansestadt" werden in Hamburg Stolpersteine für Homosexuelle Opfer verlegt. Die Internetseite umfasst eine alphabetische Liste der Verfolgten, Hinweise zur Wanderausstellung "Homosexuellen-Verfolgung in Hamburg 1919–1969" sowie zu möglichen Patenschaften für die Verlegung weiterer Steine und einem Link zur Buchveröffentlichung.
Da es bisher keine weiterführenden inhaltlichen Ausführungen zu einzelnen Biografien gibt, lassen sich Bezüge zu Schleswig-Holstein derzeit lediglich über die Geburtsorte herstellen. (Stand: April 2008).

 

Mecklenburg-Vorpommern

www.geschichtswerkstatt-rostock.de

Die Kolleginnen und Kollegen in Rostock haben nach der Wende – u.a. mit Hilfe von EU- und staatlichen Mitteln – entscheidend zum Aufbau und zur Vernetzung der Geschichtsszene in Mecklenburg und Vorpommern beigetragen. Zudem haben Sie mit dem Bürgerhaus Kröpeliner Tor – Vorstadt einen zentralen Anlaufpunkt für die Stadtteilarbeit geschaffen, der vor Ort nicht mehr wegzudenken ist. Neben der Erforschung der Regionalgeschichte geben sie eine eigenständige Zeitschrift heraus (siehe nächster Link) und fördern die Stadtteil(kultur)arbeit mit Ausstellungen, Stadtrundgängen und Stadtteilfesten.

 

www.zeitgeschichte-regional.de

Zeitschrift der Geschichtswerkstatt Rostock, die eines der zentralen Veröffentlichungsmedien der Region darstellt und sowohl inhaltlich als auch vom Layout (DIN A 4-Format, gute Wiedergabe der Fotos und Dokumente) sehr zu empfehlen ist. Der neu erstellte Index der Zeitschrift (1. Jg. 1997 bis 8. Jg. 2004) umfasst 97 Seiten und setzt aufgrund seiner Gliederung Maßstäbe für andere Publikationsorgane.
Sehr bedauerlich ist, dass es keine Online-Versionen einzelner Aufsätze gibt, doch vielleicht wird sich dies in Zukunft ändern.

 

Politische Memoriale

Unsere Kolleginnen und Kollegen der Projektgruppe "Gedenkstättenarbeit" in Mecklenburg-Vorpommern betreiben mit diesem Verein ein Forum für die Vermittlung der Landesgeschichte, haben dazu auch eine Seite zum Gedenkort für die "Cap Arcona" Katastrophe eingerichtet und thematisieren in ihrer Arbeit auch Umgang mit und Strategien zum Thema Rechtsextremismus.

 

www.kz-woebbelin.de

Auch die Website zum Außenlager von Neuengamme in Mecklenburg trägt ähnlich wie die zu Kaltenkirchen einen unpassenden Domain-Namen. Verantwortlich für den Inhalt sind die „AG Junge GenossInnen Schwerin" und „Propagandaflash AFK" sowie die Gedenkstätte selbst. Leider ist die Gestaltung der Seite etwas gewöhnungsbedürftig und kommt eher den optischen Wünschen und Sehgewohnheiten der jüngeren Generation entgegen, als dass sie durch Klarheit besticht.